Ein kurzer Einblick in meine Imkerei und wissenswertes üder die Biene.
Allgemein 
Honigbienen (Apis) sind staatenbildende Fluginsekten aus der Überfamilie der Bienen (Apoidea). Die Gattung umfasst neun Arten von Honigbienen, acht davon kommen in Asien vor.
Wenn umgangssprachlich von Bienen oder Honigbienen gesprochen wird, sind fast ausschließlich europäische Rassen der inzwischen weltweit in der Imkerei gehaltenen Westlichen Honigbiene gemeint. In vielen asiatischen Ländern wird aber auch noch die dort ursprünglich vorkommende Östliche Honigbiene in einfachen Klotzbeuten oder Höhlungen von Mauern gehalten. Zudem werden wild lebende Arten, vor allem die Riesenhonigbiene und die Zwerghonigbiene, in bescheidenem Umfang zur Honiggewinnung genutzt - dies wird als Honigjagd (honey hunting) bezeichnet. Der Kliffhonigbiene droht dadurch sogar die Ausrottung.
Generell kann bei den Honigbienen in höhlenbrütende Arten (Östliche- und Westliche H.) und solche, die frei hängende Nester bauen (Riesenhonigbiene, Zwerghonigbiene, etc.), unterschieden werden. Der Schutz von Höhlen, ermöglichte diesen Arten auch, sich sehr weit, aus den tropischen Regionen heraus, in gemäßigtere Klimazonen auszubreiten, wodurch sich regional verschiedene Bienenrassen herausgebildet haben. Eine natürliche Grenze stellte dabei meist das Vorhandensein von Gehölzen dar.
Die Gattung Apis ist auch die einzige Gattung der Unterfamilie der Apinae.
Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera), früher auch Europäische Honigbiene genannt, ist eine Vertreterin der Gattung der Honigbienen. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet war nur Europa, Afrika und der Nahe Osten. Da sie für die Imkerei große Bedeutung hat, ist sie weltweit verbreitet worden, so beispielsweise bereits im Zuge der Eroberung (Kolonialisierung) anderer Kontinente durch die Europäer.
Es gibt etwa 25 Unterarten, man spricht hier von Bienenrassen, der Apis mellifera. Die Rassen Europas haben sich in der heutigen Form, entsprechend den Klimaverhältnissen, erst nach der letzten Eiszeit bei der Neubesiedlung herausgebildet. Eine dieser Rassen, die Dunkle Europäische Biene, verbreitete sich dabei in den gemäßigten und kühleren Klimazonen Europas. So war sie ursprünglich nördlich der Alpen (natürliche Barriere) auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz beheimatet.
Wie einige andere Bienenarten ist auch die Westliche Honigbiene ein staatenbildendes Fluginsekt. In Asien kommen acht weitere Arten der Gattung Honigbienen vor. Die bekannteste davon ist die Östliche Honigbiene (Apis cerana), die als ursprünglicher Wirt der Varroamilbe gilt.
Geschichte
Es wird angenommen, dass die Gattung der Honigbiene seit ca. 100 Millionen Jahren auf der Erde existiert. Das nunmehr älteste Indiz auf Honigbienen ist ein Bernstein-Fossil in Form einer in einem versteinerten Harztropfen eingeschlossenen, nur 2,95 Millimeter großen Ur-Biene, welches in einer Bernsteinmine im Norden von Myanmar gefunden wurde.
Die Honigbiene hat eine wichtige Rolle innerhalb des Ökosystems und ist verantwortlich für die Bestäubung einer Vielzahl von Pflanzen (Symbiose).
Schon seit einigen tausend Jahren nutzt der Mensch die Honigbiene in Europa. So ist die Felsmalerei aus Cuevas de Araña bei Bicorp, Valencia, die eine frühe Form der Bienennutzung zeigt, etwa 12.000 Jahre alt.
Schon vor ca. 7.000 Jahren begann die gezielte Haltung von Bienen in Zentralanatolien, und auch die Ägypter hatten bereits vor 4.000 Jahren eine hochentwickelte Bienenhaltung. Das Zeichen der Biene wurde sogar zum Machtzeichen der Pharaonen in Unterägypten. In der Hieroglyphenschrift ist ein Symbol für Herrschaft durch die Bienenkönigin symbolisiert. Der König wurde durch die Bienenkönigin dargestellt, einfache Arbeiter dagegen als Bienen. Sicherlich betrieben die alten Ägypter bereits vor über 2.000 Jahren v. Chr. Bienenzucht. Beuten bestanden aus geflochtenem Rohr, mit Lehm verschmiert, oder aus gebranntem Ton, wie sie auch noch heute in einigen Gegenden üblich sind.
In der heiligen Schrift der Hebräer wird an vielen Stellen vom Honig gesprochen. Johannes der Täufer hat sich von Heuschrecken und wildem Honig ernährt. Im Talmud sind bereits Kenntnisse über Entwicklung und das Schwärmen von Bienen enthalten. Es wird von verschiedenen Bienenwohnungen aus Stroh und Rohrgeflecht berichtet.
In Griechenland wurden um 600 v.Chr. die ersten Gesetze betreffend Bienen erlassen. Auch unser heutiges Bienenrecht hat eine sehr lange Tradition und ist im BGB verankert. Jedoch erst seit den letzten 300 Jahren wird die Biene auch von Biologen erforscht und ihr Verhalten aufgeschlüsselt.

Die Körperlänge der Tiere beträgt 15 bis 18 Millimeter bei der Königin, 13 bis 16 Millimeter bei Drohnen und 11 bis 13 Millimeter bei Arbeiterinnen. Diese Zahlenwerte gelten für die fast ausschließlich weltweit in der Imkerei gehaltenen europäischen Rassen der Westlichen Honigbiene, einige Rassen aus den wärmeren Klimaregionen Afrikas sind dagegen kleiner. Man kann die Königin leicht an ihrer Größe und dem verlängerten Hinterleib erkennen. Die Drohnen unterscheiden sich von den Arbeiterinnen vor allem durch ihre deutlich größeren Facettenaugen. Die Grundfarbe der Westlichen Honigbiene ist braun, wobei bei einigen Rassen vor allem die ersten Hinterleibssegmente auch gelblich, orange über rot bis lederbraun gefärbt sein können. Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum ist der Hinterleib der Honigbiene nicht schwarz-gelb gefärbt. Vielmehr besitzen die Segmente des Hinterleibs am hinteren (basalen) Bereich jeweils eine helle, filzartige Haarbinde, die die helle und dunkle Streifenfärbung des Abdomens bewirkt. Die andersfarbigen Darstellungen z. B. in Kinderbüchern resultieren in der Regel auf einer Verwechslung mit der schwarz-gelben Warnfärbung der Wespe. Der Thorax der Tiere ist gelbbräunlich behaart.
Das eindeutige Erkennungsmerkmal aller Honigbienen gegenüber einigen ähnlich aussehenden solitär lebenden Bienen z. B. die Gemeine Seidenbiene ist die Radialzelle des Vorderflügels. Diese ist schmal und sehr langgezogen und hat fast parallele Seiten mit nur einer leichten Krümmung. Die Bienen besitzen kräftige Flügelantriebsmuskeln, die für die Flügelbewegungen sorgen. Daneben können die Vibrationen der Thoraxmuskeln zur Temperaturregulierung im Stock genutzt werden. Es wird über sie entweder Wärme erzeugt, oder aber die Bienen setzen das Flügelfächeln zur Ventilation ein. Mit Hilfe ihrer Flugmuskulatur können die Bienen auch Laute erzeugen, was allerdings recht selten passiert.
Beispiele dafür sind das sogenannte Tuten und Quaken junger Königinnen kurz vor und nach dem Schlüpfen und das „Bepiepen“ beim Trachttanz, wenn die Quelle versiegt ist.
Königin und Arbeiterinnen besitzen als weibliche Tiere einen Giftstachel. Zu Gunsten des Eierlegens hat sich jedoch bei der „Brutmaschine“ Königin der Stachelapparat zurückgebildet.

Dieser ist somit nur bei den Arbeiterinnen voll ausgebildet. Die Beine der Honigbienen sind wie die anderer Insekten gegliedert
Die Hinterbeine der Arbeiterinnen spielen wie
auch bei vielen anderen Bienenarten beim Pollensammeln eine große Rolle,
weswegen das erste Tarsenglied stark verbreitert ist. An seiner Innenseite
trägt es einen dichten Besatz von Haarborsten, das so genannte „Bürstchen“, mit
dessen Hilfe die Biene hängengebliebenen Pollen von ihrem behaarten Körper oder
ihren anderen Beinen abbürsten kann. Ein Pollenkamm am Ende jedes
Unterschenkels hilft, den Blütenstaub aus dem Bürstchen des jeweils anderen
Hinterbeines herauszukämmen. Der Unterschenkel ist außen mit langen Haaren
besetzt, die eine flache Vertiefung, das „Körbchen“, umsäumen. Mit Hilfe eines
Fersensporns wird der Pollen durch eine Spalte zwischen Fuß und Unterschenkel
aus dem Pollenkamm heraus und auf die Körbchenseite des Unterschenkels
gedrückt. Im Körbchen können dann größere Pollenmengen in Form von „Höschen“
gesammelt und zum Stock transportiert werden.
Die Honigbiene hat wie alle Bienen
leckend-saugende Mundwerkzeuge. Neben den Mandibeln besitzen sie einen Saugrüssel,
der aus den miteinander verwachsenen Maxillen und dem Labium
besteht. Beim Nektarsaugen gelangt der Nektar,
nachdem er den Rüssel passiert hat, in die Speiseröhre und anschließend in den
Honigmagen, der dem eigentlichen Darm vorgeschaltet ist. Dieser Honigmagen
(Synonyme: Honigblase, Sozialmagen) dient als
Behälter, aus dem andere Stockmitglieder mit Nahrung versorgt werden können,
indem die Arbeiterin den Nektar wieder erbricht.

Ein Teil des dort gehorteten Nektars dient aber auch der Eigenversorgung. Über ein ventilartiges Verbindungsstück ist der Honigmagen mit dem Bienendarm verbunden. Wird das Ventil geöffnet, fließt Nektar in den Darm und kann dort verdaut werden.

Nr.
| 1 Zunge | 2 Mündung der Hinterkieferdrüse |
| 3 Unterkiefer | 4 Hauptmandibeln |
| 5 Oberlippe | 6 Unterlippe |
| 7 Mandibeldrüse(Oberkieferdrüse) | 8 Hintere Mandibeldrüse |
| 9 Mundöffnung ( Schlund) | 10 Futtersaftdrüse |
| 11 Gehirn | 12 Punktaugen |
| 13 Brustspeicheldrüsen | 14 Brustmuskeln |
| 15 Flugspange | 16 Vorderflügel |
| 17 Hinterflügel | 18 Herzschlauch |
| 19 Stigmata | 20 Luftsack |
| 21 Mitteldarm | 22 Herzklappen |
| 23 Dünndarm | 24 Duftdrüse |
| 25 Hinterleibsdrüsen | 26 Kotblase |
| 27 After | 28 Stachelscheide |
| 29 Giftblase | 30 Bogen des Stachelkanals |
| 31 Giftdrüsen | 32 Kleine Drüse |
| 33 Samenblase | 34 Wachsdrüsen |
| 35 Bauchmark | 36 Ventilschlauch |
| 37 Ventiltrichter | 38 Eingang zum Ventiltr.(Mageneingang) |
| 39 Honigmagen | 40 Herzschlinge (Hauptschlagader) |
| 41 Speiseröhre | 42 Nervenstrang |
| 43 Kiefer | 44 Pollenbürste |
| a Hüfte | b Oberschenkelring |
| c Oberschenkel | d Schiene |
| e Pfote mit 5 Artikulationen und Klauen | f Pfote mit 5 Artikulationen und Klauen |
| g Pfote mit 5 Artikulationen und Klauen | h Pfote mit 5 Artikulationen und Klauen |
Sämtliche Arbeiten im Bienenvolk werden von der Masse der Arbeitsbienen geleistet, wobei in ungefährer Abhängigkeit vom Alter spezifische Arbeitsstadien zu beobachten sind.
Jedoch ist diese Arbeitseinteilung keineswegs starr an ein bestimmtes Alter gebunden. So verrichtet sie etwa in den ersten 20 Tagen Innenarbeiten wie Wabenzellen putzen, Brut pflegen und füttern, Pollen und Nektar von den Sammelbienen entgegennehmen. Nach Entwicklung der Wachsdrüsen, sie befinden sich im Hinterleib unter den Bauchschuppen, produziert sie Wachs und baut Waben.
Hier eine Wachsschuppe an einem Fingernagel

Ab dem 20. Lebenstag bilden sich die Wachsdrüsen zurück und sie beginnt mit den Außenarbeiten, sie wird zur Sammelbiene. Ihre Aufgabe besteht jetzt darin, Nektar, Pollen, Wasser oder Kittharz zu sammeln. Der Nektar wird an die Stockbienen zur Weiterverarbeitung abgegeben. Diese lagern mehrfach den Nektar um, trocknen und fügen dem Honig körpereigene Stoffe zu, indem sie den Honig von Biene zu Biene weiterreichen. Nach diesem Reifungsprozess wird die Wabenzelle mit einem Wachsdeckel verschlossen.
Der Honig kann ab diesem Moment geerntet (geschleudert) werden. Das Grundprinzip der Arbeitseinteilung bleibt immer bestehen, ist aber in hohem Maße wandlungsfähig, wenn die Situation es erfordert. Bei Mangelerscheinung von Bienen, Pollen, Nektar oder Wabenbau kann die Arbeitsbiene plötzlich wieder alle anderen Arbeiten aufnehmen, auch wenn sie nicht ihrem Alter entspricht.
Vom ausgeprägten Fleiß und von allem Sammeleifer ist sie müde geworden und stirbt auf dem Feld.
Hier dazu eine Grafik über den Lebensweg einer Arbeitsbiene.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht immer die Königin.
Die Königin wird meistens als Weisel bezeichnet. Sie ist das einzige fortpflanzungsfähige Weibchen im Bienenstock, und somit - bis auf Sonderfälle - die Mutter aller Drohnen und Arbeiterinnen im Stock. Sie kann über deren Geschlecht bestimmen: aus einem Ei, welches nicht mit einer Samenzelle aus der Spermatheka (ein sackartiges Organ, in dem die Samenzellen aufbewahrt werden) befruchtet wurde, entwickelt sich eine Drohne, andernfalls eine Arbeiterin oder eine neue Königin. Einzige Aufgabe der Königin: Eier legen. Das tut sie dafür gründlich: Sie legt 1.500 Eier pro Tag (das entspricht etwa ihrem eigenem Körpergewicht von ca. 0,23 g).
Das ergibt im Jahr rund 300.000 bis 400.000 Eier! Nein, hier liegt kein Rechenfehler vor, denn die Königin legt im Herbst weniger und in den Wintermonaten gar keine Eier.
Zur Eiablage senkt die Königin ihr Hinterteil mit dem Legeschlauch über eine Zelle (Öffnung in der Wabe) und legt das Ei hinein. In der Wabe (Zelle) entwickelt sich dann die neue Jungbiene.
Im Frühling beginnt das Volk, männliche Bienen (Drohnen) zu ziehen. Ihre Aufgabe besteht darin, eine neue Königin zu begatten. Dies geschieht auf einem der Hochzeitsflüge der Königin. Sie unterscheiden sich von den anderen Bienen vor allem durch ihre großen, auffälligen, halbkreisförmigen Augen. Weiterhin besitzen sie ebenfalls keine Arbeitswerkzeuge und sind, da sie keinen Stachel besitzen, wehrlos.
Vom Frühjahr bis Ende Sommer schlüpfen immer wieder Drohnen aus unbefruchteten Eiern der Königin. Die Drohnen werden ab Mitte August nicht mehr gebraucht, da ihre Chance, eine brünstige (paarungswillige) Königin zu finden, jetzt ziemlich gering sind.
Was läge also näher, als die Drohnen, welche den ganzen Winter über nur von den Futtervorräten des Volkes zehren würden, einfach hinauszuschmeißen? Und so machen es die Bienen dann auch: Ende August werden die Drohnen entweder erstochen oder einfach aus dem Stock geschmissen, wo sie dann draußen verhungern oder erfrieren. Da die männlichen Bienen keinen Stachel besitzen, können sie sich nicht dagegen wehren. So werden die mühselig gesammelten Honigvorräte geschont. Erst im Frühjahr werden wieder Drohnen produziert.
Feinde der Biene
Neben zahlreichen Viruserkrankungen sowie bakteriellen Krankheiten wie der europäischen und amerikanischen Faulbrut werden die Bienenvölker durch Parasiten entscheidend geschwächt. Hierzu gehört zum Beispiel die Varroa-Milbe, welche die Larven befällt und zu mißgebildeten Bienen führen kann. Der erfahrene Imker entfernt deshalb alle Waben mit Drohnenlarven, da diese vorzugsweise angegriffen werden. Weiterhin werden Bienen von vielen Vogelarten gern verzehrt, aber auch andere Insekten wie Ameisen, der Bienenwolf oder Wespen sowie Spinnen mit ihren klebrigen Netzen stellen besonders für alleinfliegende Bienen eine Gefahr dar. Ein Grossteil der Bienen geht ebenfalls an schlechtem Wetter zu Grunde, welches die Bienen überrascht und oft erfrieren läßt. Vom Regen durchnässte Bienen können nicht mehr fliegen und stellen eine leichte Beute für viele ihrer Feinde dar.


Varroamilbe Bienenwolf
Eine kurze Vorstellung meiner kleinen Hobby- Imkerei.

Hier seht ihr meinen Bienenwagen der ursprünglich als Bauwagen genutzt wurde, und für die Bienen umgebaut wurde. Auf der Vorderseite ist Platz für 12 Binenvölker und auf der Rückseite nochmal für 8 Völker. Nebenan habe ich noch einen kleinen Freistand für 4 Bienenkästen stehen, den ich aber hauptsächlich für die Jungköniginnen die ich züchte, bereit gestellt habe.

Fortsetzung meiner Imkerei folgt...
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