Hier findet ihr eine Übersicht, der von mir gepflegten Betta-Wildformen



Dazu ein Beitrag von meinem guten Freund Thomas Pelzer aus Wien.

PRO BETTA-WILDFORMEN
Ich möchte in einer kleinen Themensammlung auf die gängisten Hindernisgründe eingehen, die Neulinge davon abhalten sich für Betta-Wildformen und da vor allem die Schwarzwasserbewohner, zu entscheiden:

1.) Betta-Wildformen sind nicht erhältlich
2.) Betta-Wildformen benötigen saures Weichwasser
3.) Betta-Wildformen sind empfindlich und sterben nach kurzer Zeit
4.) Betta-Wildformen fressen nur Lebendfutter
5.) Betta-Wildformen sind scheu und man sieht sie nie
6.) Betta-Wildformen sind unattraktiv
7.) Betta-Wildformen brauchen Aquarien in denen keine Pflanzen wachsen können
8.) Betta-Wildformen kann man nicht mit anderen Fischen zusammen pflegen

1.) Betta-Wildformen sind nicht erhältlich: Betta-Wildformen sind auf regulären Wegen über den Handel nicht oder nur sehr selten erhältlich und dann ist die Auswahl meistens auch sehr eingeschränkt. Ausnahmen beruhen i.d.R. auf von privaten Züchtern abgegebenen Nachzuchten.
Da jedoch einige Betta-Wildformen sehr spezielle Ansprüche haben, sind diese entweder von vornherein in schlechtem Zustand und sichere Todeskandidaten oder werden es spätestens wenn ihnen kein adäquates Umfeld geboten wird – da hilft es auch nichts wenn die Tiere ursprünglich mit viel Liebe, Geld und Zeitaufwand von privaten Züchtern aufgezogen wurden. Aus diesen Gründen und der Tatsache, daß sich Wildform-Bettas in Händlerbecken schlecht oder auch gar nicht präsentieren, also so versteckt sind bis sie über kurz oder lang versterben und wenn, sich nur unscheinbar in Schreckfärbung zeigen, bieten Zoofachhändler solche Kostbarkeiten wie B.persephone, B.brownorum, B.foerschi etc. erst gar nicht an, selbst wenn sie sie erhalten könnten. Darüber hinaus ist der an Fischen Interessierte oft gar nicht in der Lage solche als Besonderheiten zu erkennen oder hat ein völlig falsches Bild von deren Haltungsbedingungen. Entweder werden sie aus mangelnder und/oder mangelhafter Information schlicht falsch untergebracht bis die Tiere innerhalb kürzester Zeit wiederum versterben oder die Tiere werden erst gar nicht erworben, da sie für viele als unhaltbar gelten. Wenn man ihnen jedoch deren Haltungsbedingungen, die gar nicht so schwer zu verwirklichen sind, bietet, handelt es sich bei den meisten Betta-Wildformen um gut haltbare Fische, die darüber hinaus ein interessantes Verhalten und eine sehr ansprechende Optik bieten!
Dem Interessierten empfehle ich mit der IGL, der internationalen Gemeinschaft für Labyrithfische, Kontakt aufzunehmen (http://www.igl-home.de/) und über dortige private Züchter die Wunschtiere zu beziehen.

2.) Betta-Wildformen benötigen saures Weichwasser: Wie bereits angesprochen verlangen einige Betta-Wildformen spezielle Haltungsbedingungen und daran stoßen sich die meisten Interessenten. Einer der Hindernisgründe beruht auf der Tatsache, daß die meisten farblich attraktiven Betta-Wildformen saures und weiches Wasser bevorzugen. Wer sich eine Umkehrosmoseanlage, die sehr weiches und hochqualitatives Wasser liefert, nicht leisten will, kann jedoch geringere Mengen auf unkompliziertem und völlig natürlichem Wege selbst produzieren. Dazu benötigt man nichts weiter als einen lebensmittelechten 10-Liter-Kübel, einen Liter aquaristisch geeignetes Schwarztorfgranulat, das man in jedem Zoofachhandelsgeschäft erhält und einen Wassertest mit dem man die Karbonathärte des Wassers bestimmt, der ebenfalls in jedem Zoofachhandelsgeschäft erhältlich ist.
Das Schwarztorfgranulat wird in den Kübel gegeben, entweder lose oder in einem Netzbeutel und anschließend mit Leitungswasser aufgefüllt. Dann, je nach Torfmenge und Qualität, aber meist nach 24 Stunden, wird die Karbonathärte gemessen die mittlerweile bei Null angekommen sein sollte. Ist dies noch nicht der Fall, einfach warten. Das Torfgranulat ist gerade am Anfang der Verwendung wasserabstoßend und es dauert eine Weile, bis dieses untergeht und seine volle Wirkung entfaltet.
Ist die Karbonathärte bei Null angelangt, kann man den Filterbeutel zum Abtropfen über den Kübel hängen, um nichts vom kostbaren Schwarzwasser zu vergeuden. Andernfalls kann man das Granulat auch einfach im Kübel belassen und die benötigte Wassermenge über einem Küchensieb oder einem gröberen Fischnetz abgießen. Je nach Qualität des Torfgranulats kann man auf diese Art und Weise etliche Liter Schwarzwasser gewinnen.Mit zunehmender Erschöpfung des Torfgranulats wird aber die Wartezeit bis eine Karbonathärte von Null erreicht ist z.T. deutlich verlängert.
Im Zuge dieser Prozedur bekommen wir nicht nur weiches Wasser, sondern gleichzeitig wird das Wasser auch angesäuert. Um Osmosewasser anzusäuern empfehle ich auch hierzu den gleichen Ablauf. Natürlich ist die Reichweite des Torfs bei Verwendung von ohnehin weichem Wasser deutlich größer.
Bei einem halbgefüllten 54-Liter-Aquarium, adäquater Aquarieneinrichtung und vernünftigem Umgang, kommt man mit einem Liter Torf eine ganze Weile aus!

3.) Betta-Wildformen sind empfindlich und sterben nach kurzer Zeit: Betta-Wildformen gelten zu Unrecht als empfindlich, da jedes Tier, völlig artunabhängig, bei ungenügenden Haltungsbedingungen hinfällig ist. Es ist richtig, daß sie neben sehr vielen anderen gängigen Aquarienfischen echte Spezialisten sind und ihre Anpassungsfähigkeit in der Bandbreite und Zeitdauer eher gering ausfällt. Aber beispielsweise die Schwarzwasserbewohner unter den Betta, zählen innerhalb der „sauren Weichwasserfische“ zu den widerstandsfähigeren. Bietet man ebendiesen Spezialisten passende Umweltbedingungen sind sie ausdauernde Pfleglinge die einem über viele Jahre Freude bereiten können .
Die meisten Probleme nehmen ihren Anfang, indem die erworbenen Fische von vornherein geschädigt sind. Beim Zoofachhändler über die Toleranz hinaus durch ungenügende Wasserbedingungen und Futtermangel geschwächt und dann auch meist zusätzlich erkrankt. Wobei sehr viele Betta, ohne das man es ihnen anmerken würde und durch den Transportstress beinträchtigt, zu Piscinoodinium neigen. Dies trifft, selten aber doch, auch auf Tiere aus privater Züchterhand zu. Aus diesem Grund empfehle ich jedem Interessenten seine neu erworbenen Tiere in Quarantäne zu geben und diese, nebst optimaler Wasserqualität und bester Futterversorgung, präventiv zu behandeln. Mitunter sind gerade solche unerkannten und unbehandelten Erkrankungen Grund für frühzeitiges Sterben der Tiere oder anhaltende Erfolglosigkeit bei der Zucht, da gerade Eier und Larven besonders anfällig sind.

4.) Betta-Wildformen fressen nur Lebendfutter: Wildform-Betta fressen nur Lebendfutter! Das kann ich nur eingeschränkt bestätigen. Viele Arten, wie die meisten Aquarienfische, bevorzugen tatsächlich Lebendfutter und sind nur mit Mühe an Frostfutter zu gewöhnen und verschmähen Trockenfutter völlig. Aber dies trifft eben nicht auf alle Arten zu und muß individuell abgeklärt werden bevor man das jeweilige Tier erwirbt, wobei gerade in Wien die Versorgung mit Lebendfutter über den Zoofachhandel kein Problem darstellt. Da unsere Betta meist keine großen Fresser, oder besser gesagt, mit erheblich weniger glücklich und langlebiger sind, fällt diese Art der Futterversorgung auch finanziell nicht ins Gewicht.
In Zeiten von Versorgungsengpässen, kann problemlos auf frischgeschlüpfte Artemia salina zurückgegriffen werden, deren Schlupf nicht nur sehr einfach und mit geringstem Aufwand zu bewerkstelligen ist, sondern diese Nauplien stellen auch ein wertvolles Jungfischfutter dar und sollten keinesfalls fehlen. Adulte Tiere fressen sehr gerne Artemia-Nauplien, trotz ihrer Kleinheit, und können problemlos über längere Zeiträume mit diesen ernährt werden, ohne das es zu Mangelerscheinungen kommen würde.

5.) Betta-Wildformen sind scheu und man sieht sie nie: Wildform-Betta sind, ganz entgegen dem Eindruck den man im Zoofachhandel üblicherweise bekommt, bei adäquater Unterbringung keineswegs scheue Fische. Gerade Nachzuchten können erstaunlich zutraulich werden und lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Selbst brutpflegende Tiere sind oftmals gleichgültig gegenüber Störungen und präsentieren sich auch in dieser sensiblen Zeit dem Betrachter. Durch kluges Gestalten des Aquariums, kann man die potenziellen Orte der Brutpflege so einschränken, daß dieses sehenswerte und lehrreiche Verhalten direkt im Sichtbereich stattfinden kann. Sogesehen sind gerade Betta sehr dankbare und überaus empfehlenswerte Fische, die auch für Kinder ein Bindeglied zur Natur sein können.

6.) Betta-Wildformen sind unattraktiv: Wildformen unterschiedlichster Arten gelten allgemein als farbloser als Zuchtformen. Dies gilt insofern, als viele Zuchtformen, wie etwa Korallen-Platies „farbecht“ sind und auch bei ungenügenden Haltungsbedingungen und Unwohlsein ihre Farben zeigen ohne auffällig blasser zu werden. Jedoch zeigen Betta-Wildformen unter adäquaten Bedingungen und vor allem während der Balz fantastische Farben! Wer das Rot von B.brownorum, das Blau von B.foerschi oder das Orange von B.albimarginata einmal gesehen hat, weiß was ich meine.
Darüberhinaus hängt die Attraktivität eines Fisches für viele nicht nur von den Farben und der Gestalt ab, sondern auch vom Verhalten und genau in diesem Bereich punkten unsere Betta gewaltig. Bei Schaumnestbauern läßt sich die Brutpflege direkt beobachten und auch die Zusammenarbeit der Geschlechter zur Revierverteidigung ist bei entsprechendem Feinddruck gut zu sehen. Die Paarung selbst und vor allem die Eiübergabe bei den maulbrütenden Betta läßt sich ebenfalls sehr gut beobachten und ist immer wieder ein faszinierendes Schauspiel und, ganz unabhängig von der Brutpflege: Alleine die Geplänkel zwischen den einzelnen Individuen, egal ob Maulbrüter oder Schaumnestbauer, mit den regelrechten Farbexplosionen, wenn zum Imponieren die Flossen gespreizt werden, sind überaus interessant und in dieser Intensität bei den wenigsten Aquarienfischen zu beobachten.

7.) Betta-Wildformen brauchen Aquarien in denen keine Pflanzen wachsen können: Die Aquarien von Betta-Wildformen gelten als trostlos, wenn es um die Bepflanzung geht. Und ja, in Schwarzwasseraquarien ist die Auswahl an tauglichen Pflanzen im Handel gering. Stünden etwa alle Cryptocorynen zur Wahl, wüßte man vermutlich nicht, welche man nehmen sollte, soviele gäbe es. Aber es ist nunmal nicht so und wir müssen uns im Schwarzwasserbereich mit diversen Arten wie etwa Anubias spp., Bolbitis heudelotti, Ceratopteris spp., Cryptocoryne spp., Lagenandra spp., Microsorum spp., Salvinia spp., Vesicularia sp. und noch einigen anderen zufrieden geben. Handelt es sich bei den Betta um keine Schwarzwasser- sondern beispielsweise „nur“ um Weichwasserbewohner wird die Auswahl, bei entsprechender Lichtversorgung, wirklich groß, da sehr viele Wasserpflanzen hartes Wasser nicht dauerhaft vertragen. Einer maßvollen (!) CO2-Versorgung steht ebenfalls nichts im Wege. Ich konnte selbst mehrfach Betta in CO2-gedüngten Becken züchten und die Tiere hatten keinerlei Probleme. Hier ist es aber wichtig, daß wirklich nur soviel CO2 ins Becken gelangt wie auch tatsächlich vom Wasser aufgenommen und schließlich von den Pflanzen verbraucht werden kann, andernfalls besteht die Gefahr einer Vergiftung!

8.) Betta-Wildformen kann man nicht mit anderen Fischen zusammen pflegen: Als letzter Punkt meiner Auflistung „Pro Betta-Wildformen“ steht das Thema der Vergesellschaftung. Einem zukünftigen Halter sollte bewußt sein, daß er mit dem Erwerb einer Betta-Wildform keinen beliebigen „Allerweltsfisch“ besitzen wird. Diese Tiere sind in ihren Ansprüchen diffiziler und auch bei der Vergesellschaftung mit anderen Fischarten muß vor allem darauf Rücksicht genommen werden, daß die Haltungsbedingungen der Betta erfüllt sein müssen. Der Begleitfisch muß dementsprechend mit diesen Umweltbedingungen zurecht kommen. Glücklicherweise gibt es einige Arten, beispielsweise einige Boraras spp. und Rasbora spp., die klein bleiben und kein Territorialverhalten gegenüber den Betta entwickeln und damit ideale Gesellschafter sind. Diese munteren und selbst farblich sehr attraktiven kleine Kerle beleben ein solches Betta-Becken und leisten ihren Beitrag als Futterverwerter und nehmen manchen Betta die anfängliche Scheu. Sie dienen ebenso als Frühwarnsystem bei Erkrankungen, da sie diese früher anzeigen. Fallweise müssen sie auch als Prügelknaben herhalten! Und hier kommt eine Einschränkung und jeder sollte sich darüber im Klaren sein: In zu kleinen Becken und während der Brutpflege kann es durchaus dazu kommen, daß Begleitfische von den Betta getötet werden könnten, um ihren Nachwuchs zu schützen. Ist das Aquarium groß genug wird dies kaum passieren und man kann bei den Schaumnestbauern die Arbeisteilung bei der Revierverteidigung beobachten. Man sollte sich aber darauf einstellen, daß in solchen Gesellschaftsaquarien in der Regel kein Nachwuchs aufkommt, da er früher oder später gefressen wird.

Mein Dank gilt nochmal besoners, Thomas Pelzer für diesen Beitrag.
Wer sich
mehr für solche Beiträge interessiert, sollte im Bettaforum.at vorbei schauen.

Jetzt aber zu meinen Fischen...

Betta rutilans

Erstbeschreibung:
Witte und Kottelat (1991)

deutscher Name:
Roter Zwergkampffisch

Beschreibung des Fundortes:
kleine Schwarzwassersümpfe, diese hier abgebildeten Tiere werden als B. rutilans Ruinemans 07 bezeichnet.

Beschreibung der Tiere:
Kleine (bis zu 4-5 cm), knallrote, schaumnestbauende Kampffischart mit weißen Spitzen an den Brustflossen. Keine Kiemendeckelflecken vorhanden. Geschlechtsunterscheidung sehr schwierig. Männliche Tiere meist etwas farbintensiver und kräftiger gebaut. Aggressivere Kampffischart ähnlich B.splendens.

Pflege:
Da diese Art etwas agressiver ist wie die anderen Zwergkapffischarten, sollte das Becken sehr versteckreich eingerichtet werden.
Wassertemperatur 22 - 24 °C, KH 0°, dGH von 0-3°, pH-Wert zw. 4 - 5.
Eine dichte Abdeckung ist Notwendig - springen gern und zielsicher, wenig bzw. keine Oberflächenströmung. Sehr anspruchsvolle Bettaart, die dem Einsteiger keinesfalls zu empfehlen ist.

Besonderes:
B. rutilans ist neben B. brownorum die zweite auf Borneo beheimatete Zwergkampffischart. Zwar bisher kein gemeinsames Vorkommen bekannt. Jedoch ist auch diese Art, innerhalb ihres Verbreitungsgebietes stark gefärdet!

Bilder:

 

   
Laichakt B.rutilans
 

 

 

 


Betta brownorum

Erstbeschreibung:
Witte, Kai Erik, & Dr. Jürgen Schmidt (1992)

deutscher Name:
Browns Zwergkampffisch

Importeure:
Durch B. und A. Brown 1987 nach Großbritannien, durch Kettner, Krummenacher 1988 in die Schweiz und nach Deutschland

Beschreibung des Fundortes:
kleine Schwarzwassersümpfe, bei diesen hier abgebildeten Tieren, ist der FO Sibu (Borneo)

Beschreibung der Tiere:
Ähnelt dem Persephone-Kampffisch. Die Körpergrundfarbe ist jedoch rot. Sie weisen auch einen mehr oder weniger kräftigen grünen oder blauen Seitenfleck auf, der bei beiden Geschlechtern zu finden ist und dadurch etwas an Betta coccina erinnert. Die Flossen sind einfarbig rot. Die Bauchflossen mit ihrer roten Farbe, besitzen weisse Flossenspitzen.
In der Totallänge bleibt dieser Fisch bei 3,2 bis 4,3 cm.

Pflege:
Für ein Paar sollte ein Becken mit den Maßen 30 bis 50 cm Kantenlänge zur Verfügung stehen, oder min. 15*15 cm Grundfläche pro Fisch.
Die Wassertemperatur sollte zw. 22 - 25°C sein, dGH von 0 bis 7°, pH-Wert zw. 4 und 5,5 und KH 0°.

Besonderes:
Aufgrund seiner Erscheinung eine sehr begehrte Fischart, die aber durch die speziellen Anforderungen an die Wasserbeschaffenheit, nicht unbedingt etwas für Anfänger ist.
Diese Art ist innerhalb ihres Verbreitungsgebietes genau wie B. rutilans, stark gefärdet!

Bilder:

 
     

Betta burdigala

Die Tiere stammen aus Österreich und sind F1 WFNZ

Erstbeschreibung:
Kottelat & Ng, 1994

deutscher Name:
Burgunderroter Kampffisch 

Beschreibung des Fundortes: Herkunft:Indonesien; Banka, in der Nähe Toboali, in schattigen Gewässern und auf Borneo in der Nähe von Kubu.

Beschreibung der Tiere: Dieser wunderschöne Kampffisch ist leider fast nirgends im Handel zu
bekommen. Er weist ca. 15 - 18 Rückenflossenstrahlen auf und wird bis zu 6 cm lang. Die Männchen sind intensiver gefärbt als die Weibchen und haben weiße Flossenspitzen.

Pflege: Da der burgunderrote Kampffisch im Schwarzwasser lebt, bevorzugt er extrem weiche Wasserwerte.
Auf der Insel Bangka bewohnt  B. burdigala nur stillstehende Gewässer, in Ausnahmefällen Gewässer mit sehr leichter Oberflächenbewegung. Er benötigt eine Abdeckung, da er gerne springt. Da sich diese Fischart gerne zurückzieht, ist eine dichte Bepflanzung von Nöten.
Mit der Beckenlänge von min. 60 cm und einem pH-Wert zwischen 4,5 - 6,0 und der Wasserhärte von 0 - 8° dGH fühlt sich B.burdigala am wohlsten. Die Temperatur sollte zwischen 22 - 26° C liegen.
Ernährung: Lebendfutter aber auch Frostfutter

Bilder:


Betta bellica

Erstbeschreibung:
Sauvage, H,-E. 1884

deutscher Name:
Kriegerischer Kampffisch

Fundort:
Indonesien, Malaysia & Süd-Thailand

Beschreibung der Tiere:
Große (bis 13cm), rundflossige, schaumnestbauende Kampffischart.
Bräunlicher Körper mit grünen oder blauen Flossen. Weibchen sind kleiner und haben wesentlich kürzere Flossen. Größter Vertreter der Schaumnestbauer.

Pflege:
Wassertemperatur 22 - 27 °C, KH 0-5 °dH, GH 04-20 °dH, pH-Wert 6 - 7,5.
Beckengröße für 1 Paar mind. 80 cm, dichte Bepflanzung, viele Versteckmöglichkeiten, dichte Abdeckung von Nöten - springen gerne, wenig Oberflächenströmung.
Von einer Vergesellschaftung mit anderen Fischen sollte abgesehen werden, da männliche Tiere aggressiv reagieren können.

Bilder:





Betta livida

Erstbeschreibung:
Kottelat & NG, 1992

deutscher Name:
Grünaugen Kampffisch

Fundort:
Malaysia, Selangor

Beschreibung der Tiere:
Bis zu 7 cm groß werdende, schaumnestbauende Kampffischart. Roter Körper mit grünen/blauen Flankenfleck bei beiden Geschlechtern. Livida besitzt grün gespitzte Brustflossenspitzen. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zu Coccina soll der in beiden Geschlechtern vorhandene Flankenfleck sein, dies kann ich aber nicht bestätigen, da Coccina "Jambi" auch in beiden Geschlechtern einen Flankenfleck zeigt. Seit 1992 nicht unumstrittene beschriebe Art, wird nicht von allen Fischexperten als eigene Art anerkannt.

Pflege:
In sehr weichem, huminsaurem Wasser. Wassertemperatur 22 - 24 °C, KH 0-3 °dH, GH 0-9 °dH, pH-Wert 3,5 - 5,0. Schwarzwasser
Als Paar in einem min. 30 cm Becken mit dichter Bepflanzung (Blätter etc), vielen Versteckmöglichkeiten, dunklem Bodengrund und gedämpfter Beleuchtung. Eine dichte Abdeckung von Nöten - springen gerne, schwache bis keine Oberflächenströmung.



Bilder:





Betta coccina

Diese Tiere sind WFNZ aus Deutschland.

Erstbeschreibung:
Vierke, J. 1979

deutscher Name:
Weinroter Kampffisch

Beschreibung des Fundortes:
kleine Schwarzwassersümpfe, bei den hier abgebildeten Tieren, ist der FO auf der malayischen Halbinsel.

Beschreibung der Tiere:
Schlanke, 7-8 cm große, schaumnestbauende Kampffischart. Weinroter Körper. Je nach Fundort zeigen beide Geschlechter einen blaugrünen, metallischen Fleck an der Seite. Weibchen sind etwas kleiner und besitzen kürzere Flossen.

Es sind bisher 3 Varianten von B.coccina bekannt, die im Aussehen auch sehr variieren. Fundort Jambi auf Sumatra ist hierbei die farbenprächtigste, mit einem sehr intensiven, großflächigem grünblauen Flankenfleck bei beiden Geschlechtern. in den roten Flossen sind sehr schöne goldgrüne Strahlen zu sehen. Die Variante von der Malaiischen Halbinsel, ist weniger intensiv gefärbt. In den meisten Fällen zeigen nur die Männchen einen grünen oder blauen Flankenfleck, der im Vergleich zur Sumatravariante auch sehr viel kleiner ausfällt. Die 3.Variante ist die Population von "Selangor Forrest", welches zwar auch auf der Malaiischen Halbinsel liegt, aber anatomisch einwenig anders entwickelt ist. Der Kopf ist rundlicher und der grünblaue Flankenfleck fehlt komplett. In den Flossen sind weiße Strahlen zu sehen. Ein eindeutiges Erkennungsmerkmal zu den anderen beiden Varianten sind die in den beiden Brustflossen vorhandenen weißen Flossenspitzen.

Pflege:
Wassertemperatur 22 - 25 °C, KH 0-3 °dH, GH 0-9 °dH, pH-Wert 4,0 - 6,0. (einige Fundortvarianten sogar bis ph 3,5) -- unbedingt im Schwarzwasser halten -- Eine dichte Abdeckung von Nöten - springt! wenig bis keine Oberflächenströmung.

Bilder:
Artenbecken B.coccina