Die Bewahrung unserer Natur und Umwelt ist heute zur wichtigsten Aufgabe unserer Gesellschaft geworden.
Die Natur geht jeden einzelnen etwas an, wir können ohne sie nicht Leben.
Allzu oft richten aber Vorurteile und Intoleranz gegenüber bestimmten Tieren erheblichen Schaden an und führen zur akuten Bedrohung ihrer Lebensräume und der gesammten Population.
Vorgefasste Meinungen und Unkenntnis sind gerade im Umgang mit Hornissen, wie auch sonst im täglichen Leben, Ursache für falsche Reaktionen und führen zu Konflikten, die fast immer zu vermeiden sind. Grund dafür ist die verbreitete Unkenntnis der Lebensgewohnheiten der Hornissen und die übergrosse Angst vor einem Stich.
Dazu diese Seite auf meiner Homepage, um ein wenig mehr Kenntniss über diese schönen Tiere zu vermitteln.
Steckbrief Hornisse: 
Name: Hornisse, lat.Vespa crabro
Kennzeichen: Grösste mitteleuropäische Wespenart.
Königin: 30-40 mmArbeiterin: 20-25 mm
Männchen: 20-30 mm Bruststück mit meist rötlicher Kennzeichnung und ohne Gelbfärbung
Kopf kupferrot/gelb gefärbt.
Hinterleib mit typischer schwarz-gelber Wespenfärbung.
Auftreten in Jahreszeiten: Überwinterte Königinnen ab Anfang Mai, Arbeiterinnen von Anfang Juni bis Ende Oktober, Jungköniginnen und Männchen von August bis Ende Oktober.
Volksstärke: 100-700 Tiere gleichzeitig, höhepunkt Ende August
Verbreitung und Lebensraum: In fast ganz Europa.
Bewohnt artenreiche Mischwälder, Auwälder, Parklandschaften.
Nistet in grösseren Baumhölen, aber auch in grossen und kleinen Hohlräumen im menschlichen Siedlungsbereich wie Rolladenkästen, Dachböden, Geräteschuppen, Vogelnistkästen usw.

der fast jedes Jahr von den Hornissen neu besiedelt wird.
Es spielt aber keine Rolle bei ca. 1/2 Million Bienen am Stand, wenn da einige tausend Bienen gefessen werden.
Nest: Das Baumaterial wird an morschen Bäumen sowie anderen Holzstücken gesammelt. Nestfarbe ockerfarben bis bräunlich. Freihängende Nester starker Völker sind von ca. 60 Höhe und 30 cm Durschmesser.Die Nesthülle ist stark struckturiert und mit zahlreichen muschelartigen Lufttaschen versehen.

Verhalten: Verteidigen sich nur, wenn sie im unmittelbaren Nestbereich oder im Umkreis von ca. 5 Metern gestört werden. Ausserhalb dieses Bereichs in keiner Weise angriffslustig. Stiche für den gesunden Menschen ebenso ungefährlich wie Stiche von Bienen und Wespen.
Probleme treten nur bei Allergikern auf. Hornissen während der Nahrungssuche werden dem Menschen nicht lästig.
Nahrung: Zur Aufzucht der Brut wird tierisches Eiweiß benötigt. Hierfür werden andere Insekten wie hauptsächlich verschiedene Fliegenarten, Wespen auch viele Raupen von Forstschädlingen wie des Eichenwicklers oder der Kiefernbuschhornblattwespe sowie gelegendlich Bienen und Spinnen gejagt.Vollinsekten ernähren sich hauptsächlich von Kohlenhydraten, die durch die Aufnahme von Baumsäften, bevorzugt von Birken, Eschen, Flieder und Eichen, gewonnen werden.

Gefährdung: Zerstörung von Nistmöglichkeiten durch Rodung von Bäumen und die Umwandlung von Laub -in Nadelwälder.Einsatz von Pestiziden und gezielte (unerlaubte) Vernichtung von Kolonien durch chem. und mech. Zerstörung.
Schutz: Während alle Wespenarten den vorschriften über den allgemeinen Schutz von wildlebenden Tieren und Pflanzen unterliegen, ist die Hornisse in Deutschland seit dem 01.01.1987 als besonders geschützte Tierart in die Anlage 1 der BArtSchV aufgenommen.
Die weitgehenden Vorschriften §20d BNatSchG verbieten, wildlebende Tiere der besonders geschützten Arten, zu denen die Hornissen zählen, zu verletzen, zu fangen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen wie Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten der natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. Zuwiderhandlungen können mit Geldbußen bis zu 50.000 € bestraft werden. Um eine Umsetzung durchzuführen ist eine Genehmigung der höheren Naturschutzbehörde vorzuweisen.
Diese Vorschriften sind selbstverständlich auch bei Feuerwehreinsätzen oder anderer Aktivitäten von gewerblichen Unternehmen zu beachten.
Um eine Ausnahmegenehmigung für die Umsetzung von Hornissennestern zu erlangen ist eine Teilnahme an mehreren speziellen Kursen notwendig.

Über die Kurse können die örtlichen Landratsämter und evtl. auch die ortsansässigen Imkervereine Auskünfte geben.

Fragen Rund um die Hornisse.
Wie lange besteht ein Hornissennest?
Ein Hornissennest wird im Frühling (Mai) gegründet und kann bis ca. Ende Oktober bestehen bleiben, alle Nester bestehen nur ein Jahr.
Kommen die Hornissen nächstes Jahr wieder?
Diese Frage kann man mit nein beantworten. Durch den Selbsterhaltungtrieb den jedes Lebewesen hat, so auch die Hornissen, entsteht nie ein Nest an einer Stelle die im vergangenem Jahr besetzt war. Da es sein kann, dass dies andere Hornissenvolk eine Krankheit gehabt haben könnte. ABER das alte und leere Nest bitte noch bis zum Fühjahr des nächsten Jahres hängen lassen, da ein seltener auf Hornissenbauten spezialisierter Käfer, diese Plätze oft als Überwinterungmöglichkeit aussucht.

Velleius-dilatatus
Haben die Hornissen natürliche Feinde?
Ja, unabhängig vom Menschen gibt es noch verschiedene Vogelarten wie den Wespenbussard, Bienenfresser und den Neuntöter, die aber regional unterschiedlich auftreten.
Sind Hornissen Aggresiv?
Hornissen haben wie alle staatenbildenden Insekten die Eigenart, auf Störungen dicht am Nest zu reagieren, um die Königin und die Brut zu schützen und auch zu verteidigen.
Man sollte daher Vermeiden-
-am Nest herumzustochern
-die Flugbahn der Hornissen zu verstellen
-den Wabenbau zu erschüttern
-die Hornissen durch heftige Bewegungen im Nestbereich zu irritieren
Hornissen im Zimmer, was kann ich tun?
Hornissen fliegen wie andere Insekten auch auf das Licht, da sie auch in der Nacht aktiv sind.
Die beste Möglichkeit um eine schnelle und günstige Lösung zu schaffen ist, wenn man ein handelsübliches Fliegengitter an den jeweiligen Fenstern anbringt.
Wo finde ich Hilfe wenn ich ein Problem mit Hornissen habe?
Auf jeden Fall auf meiner Homepage hier und unter meinen Links.
In den meisten Fällen können Euch die im Stadt- und Landkeis sitzenden Landratsämter an Leute, die eine entsprechende Genehmigung besitzen weitervermitteln.
Oft können auch viele Imkervereine weiterhelfen.

Schreibt mir Eure Fragen einfach per E-Mail und ich werde sie dann Umgehend beantworten.
Mit freundlichen Grüssen
Ingo Schwieder
Geniale mehrsprachige Homepage über Hornissen...

