Der Halbmond (Halfmoon, HM) Standard.

erarbeitet und findet heutzutage Weltweit bei Bewertungsshows von Betta Splendens- Hochzuchten Anwendung.Es gibt natürlich auch je einen Standard für die anderen häufigen Zuchtformen wie Crowntail, Veiltail, Roundtail, Doubletail, Plakat (traditionell), Halfmoonplakat.
Der gesammte IBC-Standard geht über 160 Din-A4-Seiten und ist daher hier nicht komplett.
Aber das wichtigste, meiner Meinung nach, habe ich hier mal zusammengefasst.
Auf dieser Seite stelle ich Euch nur den Standard für die Zuchtform Halbmond vor.
Hier die versch. Flossenbezeichnungen mit der allgemeinen Anatomie des Betta, da der Standard diese Begriffe verwendet.

Hier die allgem. Antomie der inneren Organe des Betta.

Allgemeine Bewertungsrichtlinen:
Die Gewichtung bei der Bewertung beläuft sich zu 1/3 auf den Körper und zu 2/3 auf die Flossen.
Die Bewertung ist in vier Teile mit je gleichen Bewertungsanteilen (25 %) gegliedert.
1.) Dimension - (Größe, Symmetrie und Proportion)
a.) Körper-
b.) Flossen-
c.) Gesamt-
a.)
Die Körpergrösse eines Männchens muss min. 3,81cm (1 ½ Zoll) betragen. Die Körpergrösse der Weibchen muss min. 3,17cm (1,25 Zoll) betragen.
Betta die nicht dieser minimalen Körpergrösse entsprechen müssen disqualifiziert werden.
Die Körpergrösse sollte als letzte in Betracht gezogen werden, wenn der beste Fisch einer Klasse gewählt wird. Wenn alle anderen Punkte gleich sind (gleiche Anzahl von Fehlerpunkten) soll der grösste Fisch gewinnen.
b.)
Die folgenden Flossengrössen beziehen sich auf die männlichen Betta Splendens Klassen. Obwohl im folgendem die Flossenlänge beschrieben wird, müssen Richter und Aussteller daran denken, dass die Betonung bei der Bewertung der Flossen auf der Breite und dem Volumen liegen muss.
Dorsale:
Sollte min. halb so lang sein wie der Körper, gemessen von der Basis des mittleren Flossenstrahls bis zur äusseren Spitze des selben Strahls.
Caudale:
Sollte min. halb so lang sein wie der Körper, gemessen vom Schwanzansatz bis zum Mittelpunkt der Aussenkannte- NICHT der Kannte mit der grössten Ausdehnung.
Anale:
Sollte min. halb so lang sein wie der Körper gemessen von der Basis des mittleren Flossenstrahls bis zur äusseren Spitze des mittleren Strahls.
Ventralen:
Die länge sollte in etwa der Anale entsprechen.
Pectoralen:
Die grösse der Pectoralen ist schwer zu bewerten, insbesondere wenn sie transparent sind. Im allgemeinen werden volle Pectoralen bevorzugt.
c.)
Die ideale Gesamtform des Betta splendens (Singletail) hoher Qualität ist ein voller Kreis ohne offene Flächen zwischen den drei Hauptflossen.
1.1) Symmetrie
Der ideale Betta sollte ausbalanciert wirken und sowohl Körper als auch Flossen sollten einen durchgehenden, glaichmässigen Umriss bilden. Der Körper sollte nahezu symmetrisch sein im Bezug auf eine vorgestellte Mittellinie mit Ausnahme des Bereichs vor der Anale, in dem sich die Körperorgane befinden. Die Silhouette der drei unpaarigen Flossen sollte so nahe an einen Kreis heranreichen wie möglich, wobei die Aussenkanten dieser Flossen einen gleichmässigen kreisförmigen Umriss ohne Lücken beschreiben.

1.2.) Proportionen
Ein schöner proportionierter Betta ist einem nur einfach grossen Betta überlegen. Es ist wichtig, dass Flossen und Körper in einem guten Verhältnis zueinander stehen. Wenn die Flossen sehr gross sind, sollte es der Körper auch sein. Überproportionale grosse oder kleine unpaaige Flossen beeinträchtigen die Symmetrie und die Gesamterscheinung des Fisches.

2.) Gestalt - ( Form )
Körperform/Singletail
Der Körper sollte eine gemässigte Zapfenformhaben, die etwasschwerer ist im Bereich der Ventralen. Er sollte sich sauber zum Kopf und zur Caudale mit der Schwanzwurzel hin verjüngen; auf beiden Seiten dünner sein. Er sollte drei bis viermal so lang sein wie "tief" sein, von oben nach unten. Die Gesamtform des Betta ist sehr wichtig. Der Körper und besonders seine Form haben einen starken Einfluss auf die gesamte Erscheinung des Betta. Der Körper muss den Flossenbau ergänzen, nicht überteffen.
Flossenform/Singletail
Dorsale:
Eine vielzahl von Formen sind akzeptabel, halbkreisförmig, viertelkreis, rechteckig- solange die Breite und Volumen gezeigt werden. Dreieckige Formen werden nicht aktzepziert. Wie bei den anderen Flossen sind Breite und Fülle wichtig mit dem Hauptziel, eine grösstmögliche Flossenfläche zu erzielen. Im Idealfall sollte die Dorsale die Caudale überlappen und mit ihr verschmelzen, auch wenn sie physisch nicht verbunden sind. Die ersten Strahlen (dichter am Köpf) sollten in ihrer Länge mit den anderen vergleichbar sein und nicht stummelig erscheinen.

Caudale:
Bei Singletail Betta ist die Idealform ein Halbkreis mit einer Spreizung von genau 180°.
Aufgrund der notwendigen Auswahl von Zuchttieren, Verzweigung der Flossenstrahlen, Haltung, Konditionierung und Flossenspreizung ist dies ein schwer zu züchtendes und zu erhaltendes Ideal. Daher werden manche Klassen teilweise kein Vertreter mit der idealen Caudale haben. In diesen Klassen haben Fische mit dem symetrischsten Typ, der grössten Spreizung und den wenigsten Fehlern wie in den allgemeinen Fehlerrichtlinien und den speziellen Standards beschrieben die grössten Chancen auf eine Platzierung.
Caudalen, die eine Spreizung von 180° leicht übertreffen werden weder bevorzungt noch bemängelt im Vergleich zu Fischen mit 180° Spreizung. Alle Caudalen sollten gleichmässig über und unter der Mittellinie des Fisches verteilte Strahlen haben. Proportioniertes Volumen ist Ideal im Gegensatz zur Länge.



Anale:
Die Form ist grob rechteckig. Die ideale Form der Anale ist ein gleichschenkeliges Trapez mit einer kürzeren Seite an der Flossenbasis am Körper des Fisches. Vorder -und Hinterkante sollten nicht zu einem Punkt zusammenlaufen und ein Dreieck formen.
Volumen und Fülle sind erwünscht. Idealerweise überlappt die Anale die Caudale, verbindet sich aber nicht mit ihr. Eine dreieckige Form der Anale ebenso eine übermässig lange Anale ist ein Formfehler. Die Anale sollte nicht über die Unterkante der Caudale ragen.


Ventralen:
Die Ventralen sind wie eine Messerschneide geformt, wobei die Schneidekante nach hinten gerichtet ist. Die Vorderkante ist leicht konvex.
Die enden laufen Spitz zu. Die Flossen sollten gleich lang und nicht gekreutz sein. Die Flossen sollten weder übermässig lang noch zu kurz und dünn sein. Fülle ist bevorzugt. Die Ventralen der Weibchen erscheinen im Allgemeinen kürzer im Verhältnis zum Körper.
Pectoralen:
Die Pectoralen sind die wichtigsten Flossen beim Schwimmen, Halten der Balance im Wasser und schnellen aggressiven Bewegungen. Breit und lang ist bevorzugt.
» Der Standard teilt die Fische in fünf Hauptgruppen ein:
A1-C8 Einfarbige Zuchtformen
A1-B8 mit dunkler Körperfarbe
A1-A7 ohne Glanzfarben Rot und Schwarz. Hier müssen die Glanzfarben soweit
zurück gezüchtet sein, dass mit dem bloßen Auge nicht mehr erkennbar sind.
B1-B8 mit GlanzfarbenRoyalblau, Stahlblau, Grün und Türkis.
Diese Farben wiederum dürfen kein Rot oder Schwarz zeigen.
C1-C8 mit heller Körperfarbe
D1-D8 Zweifarbige Zuchtformen (Bicolor)
E1-E9 Mehrfarbige Zuchtformen
Schmetterling (Butterfly)
Marmoriert (Marble)
Mehrfarbig (Patterned - Multicolor)
F1-F4 Wildformen
F1-F2 Schaumnetsbauer
F3-F4 Maulbrüter
G1-H2 Spezielle Zuchtformen
G1-G3 Gruppen
G4 Variationen
G5 Form und Flossen
H1-H2 Kurzflosser (Plakats)
